Reflektionen eines Tankwarts: Der Truck-Diesel
Lasst euch gesagt sein, dass sich Truck-Diesel von normalem Diesel in seiner Substanz durch ganz genau gar nichts unterscheidet. Es ist derselbe Kraftstoff, es steht aber eben ein „LKW-“ oder „Truck-“ davor. Der Grund für diesen Umstand hat keine besondere Bewandtnis. Es ist nur eben so, dass die Zapfpistole an den Truck-Säulen einen größeren Durchmesser und demnach eine höhere Flussgeschwindigkeit hat, was dafür sorgt, dass sie nicht in normale PKW-Tankstutzen passen. LKWs haben eben einen größeren Tank und tanken dementsprechend auch mehr. Weil die ja aber nicht so putzig wie ein SMART sind und schnell mal im Weg rumstehen, hat man denen eigene Säulen spendiert, wo sie schneller und ohne andere zu behindern tanken können. Soviel dazu.
Nun gibt es aber Spezialisten, die anscheinend des Lesens nicht mächtig sind und die riesigen Tafeln mit der Aufschrift „TRUCK DIESEL“ nicht sehen wollen können. Ein trauriger Umstand, der mich immer wieder panisch quer über die Fahrbahn rennen lässt, um dramatisch gestikulierend das Unglück zu verhindern. Denn: versuchen diese Menschen dann, obwohl sie sehen und merken, dass die Pistole nicht passt, dennoch zu tanken, versauen sie sich das ganze Auto, ihre schönen Klamotten und meine verdammte Tankstelle mit Diesel. Meistens komme ich aber rechtzeitig.
Allerdings gibt es da auch einen, der immer und immer wieder an die Truck-Säule fährt, obwohl ich ihm nun schon geschlagene sechs Male gesagt habe, dass er das sich selbst zuliebe bitte lassen soll. Aber wer nicht hören will, muss fühlen.
Als er anfuhr, bewaffnete ich mich mit Ölbindemittel, Eimer und Besen, wartete um die Ecke und als er an seinem Tankrevolver abzog, spritzte der Diesel auch schon lustig überall durch die Gegend, nur nicht in den Tank. Ein Liedchen pfeifend ging ich also zu Säule zwei, beachtete den tobenden Mann kaum, streute mein Ölbindemittel und sagte nur, dass ich es ihm ja nicht immer hätte sagen können und gerade anderweitig beschäftigt war.
Tja, der Anzug war hin. Aber am Truck-Diesel tankt der wohl nicht wieder.
Der Goldene Reiter
One of the greatest songs of all times. And the new version of 2008 is even better. In my eyes at least.
Witt - Der Goldene Reiter 2008
Sinnlosbude
Ich habe endlich einen Job! Ein wirklich berauschendes Gefühl, diese Aussicht auf Ablenkung vom bloßen Vegetieren. Wenn man so anwidernd viel Zeit hatte, um sich mit seinem Leben auseinanderzusetzen, wie das bei mir die letzten Monate der Fall war, ist man um jede Minute froh, in der man sich selbst einreden kann, etwas Nützliches zu tun, indem man die Energie und den Tatendrang, die man aus der anstrengenden Nichtstuerei zog, in eine - ich mag das folgende Wort! - sinnvolle Beschäftigung einfließen lässt, die dann wiederum anderen hilft, sich von ihrem bloßen Vegetieren und der Tatsache abzulenken, dass das Leben rein biologisch erheiternd - und ich meine ganz ehrlich erheiternd - simpel und leer ist. (Kudos to me for that sentence!)
Etwas traurig wiederum ist eben, dass man sich so schlecht fühlt, wenn man sich das nicht einreden kann, weil man sich ja dann mit dem Leben, wie es halt so ist, konfrontieren muss. Zum Glück kann ich sagen, dass mir das über die letzten Monate sehr egal wurde oder ich zumindest die Disziplin gemeistert habe, mich davon annähernd perfekt abzuwenden. Oder mich selbst gut genug belügen kann. Egal, bei beiden Varianten ist das Ergebnis positiv und dasselbe. Aber ich bin nicht an der Tastatur, um wiedermal so einen dickflüssigen Brei zu schreiben. Eigentlich weiß ich gar nicht, warum genau, außer eben, um zu jubeln und euch dran teilhaben zu lassen. (Warum wird mein Blog eigentlich in letzter Zeit so häufig geklickt, obwohl ich ewig nicht schreibe? Ich hab täglich mehr Hits. Ein Mysterium.)
Wie dem auch sei, nach der Kerwe an diesem Wochenende fange ich offiziell als Thekenschlampe in einer Diskothek an. Noch weiß ich nicht, worüber ich mich mehr freuen soll: die Kohle oder die Beschäftigung. Anfangs wird sich das wohl die Waage halten, bis dann doch nur noch die Kohle tröstet. Morgen wird noch eine Bewerbung für eine Festanstellung als Spielaufsicht in einer Spielbank geschrieben und abgeschickt und dann kann mich die ARGE mal mit der Breitseite ihrer staatlich-schikanierenden Zunge an meinem Heck. Und so.
Oma
An einem Strand nahe der beaschten Stadt schiebt sich ein altes Mütterchen langsam auf die heranrollenden, lautlosen Wellen zu. Das Meerwasser stinkt, Blasen schlagen hoch, Müll und anderer Unrat dümpeln auf seiner Oberfläche und heben und senken und heben und senken sich, als atmete dieses stinkende, ätzende Untier von Wasser.
Oma hat Brotkrumen in der Hand, in einer Tüte. Das Kopftuch verdeckt im Profil ihr Gesicht, nur die Nase mit der Warze und der Unterkiefer stehen hervor, sind von der Seite zu sehen. In ihrem Gesicht tiefste Apathie, kein Verlangen, keine Sehnsucht, kein Streben. Nur Gehen, Gehen auf das Meer zu. Unendlich lange tritt sie auf das Meer zu, ein Meer ohne Horizont, Erde und Himmel sind eins, oben und unten annihiliert. Krampfädrige Füße in Sandalen sinken knirschend in bäischnen Sand am Meer des Gestanks, der Himmel und das Meer, die eins gewordene Zweiheit im selben Mantel, grau. Grau schwappt der Himmel heran und hebt und senkt sich, grau ziehen Wolken über das graue Meer über den Köpfen der freien Armee.
“Halt! Stehen bleiben!” bellt ein Mund unter einem Helm hervor. Panzer kriechen durch den Sand und zeichnen verquere, bizarr verzerrte Bilder in den Strand. Von weit weg sieht ein geistloses Undenken die Szene im Zeitraffer und denkt an Ameisen, die es nie gesehen hat.
Kanonenrohre, Gewehrmündungen, Handgranaten, Schrapnells formieren sich zum tödlichen Ballett, nehmen Grundhaltung ein. In weitem Halbkreis vom Meer abschneidend wird das Mütterchen umzingelt, eingekesselt von angeschlagenem, verrostetem Metall. Fünfzig blankpolierte Helme glänzen nicht, die Sonne scheint nicht durch das Wolkenhimmelmeer aus Asche. Fünfzig Mal der gleiche Mund, fünfzig Mal die gleiche Haltung, fünfzig Mal gleich. Oma hält, bleibt stehen, zeigt keine Regung des Gemüts. Kein Verlangen, keine Sehnsucht, kein Streben. Nur Stehen, Stehen vor dem Meer und fünfzig Soldaten, die töten werden.
“Das Füttern von Wassertieren ist durch das Gesetz verboten! Zuwiderhandlung bestraft das Leben durch den Tod!” schnattern fünfzig Münder unter kupfernen Helmen. Mütterchen steht reglos da, gebeugt, bucklig, mit den Brotkrumen in der Hand, in der Tüte. Apathie von oben bis unten.
Geheul bricht los und eine Gruppe Autonomer stürmt mit Äxten, Mistgabeln und Spitzhacken aus ihren Strandkörben auf die Armee zu. Kampf entflammt, Hass findet Ventile, Krieg am Himmelsmeereshimmel. “Für die Freiheit!” blökt das Schafkollektiv der autonomen Radikalen. Niemand war je gefangen. Kämpfer für die Freiheit, sinnlos. Sinnfreiheitskämpfer.
Längst halb zu Rost verfallene Kugeln bohren sich in geistlose Hüllen ohne Zukunft, Spaltäxte stemmen alte Knochenköpfe auseinander. Schweiß, Blut, Urin und Kot vermengen sich im Sand zu kotzreizendem Brei, fließen in sickernden, schmatzenden Rinnsalen in den stinkenden Sud des Meereshimmels. Alte Panzer liegen auf der Seite, brennen, produzieren mehr Asche. Zwei Sterbende trinken auf ihren Tod einen letzten Molotow-Cocktail, der ihnen die Kehlen wegätzt. Der letzte Schrei vergellt, am Strand nun Dreck, Gestank, Blut, Tod. In einem weiten Kreis liegen hundert Kadaver um Oma. Kein Verlangen, keine Sehnsucht, kein Streben. Nur Gehen, Gehen auf das Himmelsmeer zu. Die Sickerbäche aus Blut und Scheiße überholen sie, schmatzend, zähfließend auf ihrem Weg. Nach drei Viertel Unendlichkeiten steht sie mit krampfädrigen, sandalletierten Füßen in der Klärgrube aus Oben und Unten. Zitternd greift sie in die Tüte, wirft Brotkrumen ins Wasser. In ihrem Gesicht ist keine Emotion, kein Ausdruck, kein Verlangen, keine Sehnsucht, kein Streben. Nur Stehen, Stehen im verjauchten Meer aus Himmel. Tote Enten fütternd, die sich heben und senken und heben und senken und heben und senken im Takt des Atems geschiedener Realitäten.
Pronunciation
Imagine following situation: two guys havin’ some beer, watchin’ the game. Suddenly a upcoming thought in one of their heads makes one of them asking this question:
A: How is it pronounced? “Vagina” or “Vagina”?
B gives A a totally empty look, goes on watching the game and a second before he takes a sip he answers with a nod:
B: Cunt.
Überlegung
Gehörten Grabsteininschriften einer Textgattung an, so wären es zweifelsohne Inhaltsangaben.
The Copy of a Copy of a Copy
Erneut schlaflos in Seattle. Unfähigkeit, einzuschlafen. Seit knapp einer Woche kein Tiefschlaf für mehr als eine Stunde. Arztkonsultation notwendig, Dienstag als Termin festgelegt.
In knapp sechs Stunden muss ich zu Großeltern fahren, um jene mit Einkäufen zu versorgen. Wenn nicht bald ein Wunder, morgen völlig am Ende. Hoffentlich solange noch Ruhe.
Abends dann Abizeitung und Anime, beides als Arbeit einzustufen, da ja jetzt Redakteur.
Wenn ich im Bett liege, fühle ich mich, als hielte ich Asse auf der Hand und warte sehnsüchtig auf den Call, der einfach nicht kommt. Pokervergleiche sind im Übrigen sehr nerdig, dennoch treffend.
Allen Aufrufen zum Trotz gehe ich doch nicht in die Kneipe, auch wenn ich nicht schlafen kann. Würde nicht helfen und den morgigen Tag nur erschweren.
Inkohärenz des Eintrags erkannt. Abbruch hier.
What’s new, there?
Blog aktualisiert und dabei Umlautgulasch kassiert, wie man sieht. Eventuell Änderung dieses Zustandes, aber wohl eher nicht, da zu faul und kein oder wenig Sinn dahinter. So kann man die Texte wenigstens als 9-Live-Rätsel verwenden. Außerdem gingen die Kommentare verloren, bzw. sehe ich kein adäquates Aufwand/Nutzen-Verhältnis darin, diese wieder einzuspeisen. Gleiches gilt für Kategorien, braucht niemand. Ab sofort also keine Speisekarte mehr, sondern nur noch alles oder nichts.
So, was geht in meinem Leben vor? Vor kurzem das Abitur bestanden und Schule abgeschlossen. Schnitt war Scheiße, aber kümmert nicht, da nicht zu ändern. Sich über Dinge zu ärgern, die nicht zu ändern sind, ist sinnlos und macht nur die Nerven kaputt.
Gestern lustigerweise einen Job als Redakteur angeboten bekommen, sofort zugesagt und gespannt auf Entwicklung diesbezüglich. Magazin neu, noch keine Ausgabe erschienen, aber bald.
Hänge bis 5.5. mehr oder weniger rum, dann Zivi im Pflegebereich. Bis dahin Abizeitung, etwaige Artikel und Turnierplanung zu erledigen.
Spiele nebenher wieder Ragnarök Online, vielleicht demnächst endlich der Sin auf 99.
Außerdem kurze Sätze für sehr stark befunden. Zumindest heute. Absicht, hier wieder öfter zu aktualisieren, Aussicht auf Zustandserhaltung: schlecht.
Some girls are bigger than others
SchülerVZ ist ein Sammelsurium der obskursten Menschen. Gerade wegen meines gehobenen Alters, - oh ja, ich gehöre dort schon quasi zum alten Eisen! -, treffe ich dort auf ein ganzes Arsenal an Kindern, die mir unerklärlich dummen Kulturschwärmungen angehören. Die Fülle an Emos ist nicht darzulegen, das sollte man einfach gesehen haben. Wer Einladungen will, soll sich melden, ich schicke die raus wie Sperrfeuer.
Jedenfalls klickte ich auf eine Person, die sich mein Profil angesehen hatte, um zu sehen, ob es vielleicht ein netter Mensch sein könnte. Guckt man halt mal, was es so zu gucken gibt. Ich sag’s gleich: hätte ich bleiben lassen sollen. Tokio-Hotel-Fan, Emo, Ritzer, dumm. Sie steht auf Bill und Tom Kaulitz und überhaupt sollte man sich ihre ganzen Gruppen mal ansehen. Beispiel gefällig? Bitteschön:
- Bill Kaulitz - DER Engel auf Erden !!
- Emo is Love & Love Hurts x/3
- ritzen-befreiung vom schmerz
- Bill&Tom…die Namen lassen sich immer noch am besten stöhnen^^
Ich habe nichts mehr erwartet. Sie war auf zwei (2, two, deux, due!!) Konzerten von Tokio Hotel. Wie kann man sich bitte zwei Mal diesen Mist antun? Nach einem Mal sollte man doch von seinem akuten, geistigen Schwachsinn geheilt sein. Wohl weit gefehlt.
Mein Favorit aber sind die Fotos. Denn sie machen ihre fotos immer aus dem gleichen Winkel: von schräg oben ganz steil nach unten. Das kaschiert nämlich ihre Fatness. Ich nenne das extreme-angle-shot. Müsst ihr mal drauf achten. In 99% aller Fälle sind die Tussies dann hässlich und vor allem fett. In ihrem Album finden sich fast ausschließlich solche Bilder. Und meine Güte: ist die mal hässlich. Aber nicht nur das. In meinem Leben habe ich noch nie solch fette Oberarme gesehen. Das sind die reinsten Schläuche, angefüllt mit purstem, bestem Fett. Ungelogen, die Dinger sind dicker als so mancher Oberschenkel eines Fußballers. Und die stellt wirklich ordnerweise Bilder von sich selbst ins Internet. Wie ein Freund meinte: »Ich verleih ihr einen Pokal: Mut zur Hässlichkeit!« Das trifft’s einfach auf den Punkt.
Ich widme mich nun weiter der Erörterung der optimalsten Entsorgungsart dieser Person und aller, ihrer Subkultur angehörenden Mitmenschen. (Ausnahmen bestätigen die Regel, selbstverständlich.)
Emo Mike #8

